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Leadgenerierung

Warum Leads scheiße sind!

Beim Thema Leads kommt mir manchmal selbst fast das Kotzen. Dark Patterns, Telefonterror und die dreckigsten Lead-Fallen — und was wir anders machen.

Beim Thema Leads kommt mir manchmal selbst fast das Kotzen. Und das ist eine bemerkenswerte Aussage von jemandem, der sein Geld genau damit verdient.

Ich muss dann sofort an meinen Vater denken. Der Typ ist über 80, lebt eigentlich sein ruhiges Leben — nur wird das zunehmend schwieriger, weil sein Telefon durchdreht. Kaffeevollautomaten, Photovoltaik, Strom, Gas, “besondere Gewinnspiele”, “staatliche Förderprogramme” — jeden Tag klingelt irgendjemand durch. Sein Handy liegt inzwischen oft ausgeschaltet in der Schublade, das Festnetz nimmt er nur noch mit einem leichten Zögern ab. Manchmal gar nicht.

Was ist passiert? Zwei harmlose Sachen. Er hat einmal bei einem Online-Gewinnspiel mitgemacht und sich mal nach einer neuen Kaffeemaschine umgeschaut. Die Formulare sahen completely normal aus, wie jede andere Anfrage auch. Nichts hat darauf hingewiesen, dass er damit quasi ein Dauerticket in den Telefonterror löst. Kein Hinweis, was da im Hintergrund abgeht, wer seine Daten bekommt, wofür er “zustimmt”.

Mein Vater ist ehrlich gesagt das kälteste, unqualifizierteste Lead, das ich kenne. Und trotzdem wird er begehrt wie blöd. Seine Daten wandern seit Monaten von Anbieter A über irgendwelche dubiosen Zwischenhändler weiter zu B und C — von Energie zu Solar zu Kaffee und dann irgendwann wieder zu Lotto. Ein Kreislauf ohne Ende.

Aber und das ist der Clou — auf der anderen Seite, bei dir als Verkäufer, als Handwerksbetrieb, Versicherung oder Dienstleister, ist der Frust genauso groß. Du zahlst jedes Mal richtig Geld für Telefonnummern, rufst an, erreichst niemanden oder wirst direkt angepflaumt. Weil du einfach der nächste in einer langen Reihe von Nervensägen bist.

Diese Situation bringt auf den Punkt, was in der Branche schiefläuft. Es wird an beiden Seiten verdient — am Konsumenten wie am Betrieb — ohne dass jemand ehrlich sagt, was da eigentlich im Hintergrund passiert.

Nicht weil Leads per se scheiße sind. Sondern weil ein großer Teil auf extrem unseriöse Art und Weise generiert wird.

In diesem Artikel schaue ich mir diese “dunkle Seite” an: die Dark Patterns, die für diesen gigantischen Haufen mieser Leads sorgen — und am Ende erkläre ich, wie qualifizierte Leads eigentlich aussehen und warum wir bei Projektkanal.de bewusst anders machen.


Was hat das mit Dark Patterns auf sich?

Dark Patterns — wenn du den Begriff noch nicht kennst — sind bewusst manipulative Design-Elemente auf Webseiten, in Formularen, in Apps. Dinge, die Nutzer zu Handlungen drängen, die sie unter normalen Umständen so nie wählen würden. Versteckte Häkchen zum Beispiel. Irreführende Buttons. Harmlos wirkende Gewinnspiele. Oder Pseudo-Behördenwebseiten, die Vertrauen vortäuschen.

Der ganze Sinn dahinter ist klar: möglichst viele Kontaktdaten einsammeln, möglichst wenig transparent, und dann als Leads verkaufen. Ob dabei ein echter Bedarf dahintersteckt, ist völlig egal. Hauptsache, irgendwo landet eine Telefonnummer und eine Einwilligung im System.

Für die Lead-Industrie sind Dark Patterns der Turbo. Riesige Mengen an Datensätzen — aber selten echte Interessenten. Für Vertriebsteams heißt das: viel Aktivität, wenig Abschluss. Viel Frust, wenig Umsatz.


Die dreckigsten Lead-Fallen

Hier gehe ich auf die Mechaniken ein, die massenhaft Schrott-Leads produzieren. Mit Beispielen, die du vermutlich aus deinem Alltag kennst.

1. Gewinnspiel-Köder: “Sie sind schon im Lostopf!”

Eine bunte Seite verspricht Kaffeemaschinen, iPhones, Reisen, “Energiebonus-Gutscheine”. Die Formulare sehen harmlos aus — Name, Telefon, E-Mail, ein paar Fragen. Was nicht steht: dass du damit gleichzeitig einer ganzen Reihe von “Partnern” erlaubst, dich anzurufen.

Typisch dabei: vage Formulierungen wie “Unsere geprüften Partner informieren Sie zu passenden Angeboten” — wer diese Partner sind, steht nirgends. Oder “Bis zu 50 sorgfältig ausgewählte Unternehmen”, wobei “sorgfältig ausgewählt” offenbar alles bedeutet. Und versteckte Häkchen, die schon vorausgewählt sind.

Ein Beispiel, das leider Realität ist:

Herr M., 72, macht bei einem Gewinnspiel für eine Kaffeemaschine mit. Drei Wochen später ruft ein Stromanbieter an: “Sie hatten doch Interesse an einem Tarifwechsel?” Kurz drauf Solarvertrieb, dann Alarmanlagen. Herr M. hat nie nach einem Solardach gesucht — er war nur im falschen Gewinnspiel.

Als Leadkäufer siehst du auf dem Papier: “frische Leads, Double-Opt-in, interessiert”. In Wahrheit sitzt da jemand, der nicht mal weiß, warum du anrufst. Die Reaktion: genervt auflegen oder direkt anpflaumen.

Ergebnis auf der einen Seite: Gefühl, betrogen worden zu sein. Auf der anderen: verbranntes Budget, verbrannte Mitarbeiterzeit, verbrannte Marke.

2. Vergleichsrechner & Schein-Behördenportale

“Jetzt staatliche Förderung sichern”, “Ihr persönlicher Energiebonus”, “PV-Fördercheck 2026” — mit farbenfrohen Logos, die irgendwie nach Behörde aussehen. Dahinter: ein privater Betreiber, der deine Daten an Energiefirmen, Versorger oder Solarfirmen weiterreicht.

Die Formulare suggerieren einen neutralen “Check” oder Informationsservice. Was tatsächlich passiert: Du gibst eine Einwilligung, dass du telefonisch kontaktiert werden darfst. Teilweise von mehreren Firmen gleichzeitig.

Oft mit FOMO-Spielchen: “Förderung nicht verpassen!” “Nur noch bis Freitag!”

Beispiel:

Frau K. nutzt einen “PV-Fördercheck” — wollte eigentlich nur schauen, ob sich eine Solaranlage lohnt. Eine Woche später ruft die erste PV-Firm an, dann die zweite, dann die dritte. Alle behaupten, ihre Daten kämen aus einem “offiziellen Programm”. Sie wollte nur mal schauen, nicht fünf Verkaufsgespräche am Telefon führen.

Und das Problem für die Firmen: Die Datensätze sehen top aus — Eigenheimbesitzer, Dachfläche, PLZ, Telefonnummer. Aber in Wahrheit hat die Frau nur kurz gestöbert. Kein echtes Kaufinteresse, kein Budgetrahmen, kein Zeitplan.

3. Co-Registrierung & Adresshändler-Karussell

Du meldest dich bei Website A an. Im Kleingedruckten steht, dass deine Daten an “ausgewählte Partner” weitergegeben werden. Diese Partner verkaufen sie weiter. Und deren Partner auch. So wandert ein Datensatz durch eine Kette von Zwischenhändlern.

Das Ergebnis ist frustrierend: Dieselbe Person taucht in zig Lead-Pools auf. Niemand weiß mehr, woher die Einwilligung ursprünglich kommt. Und Callcenter rufen mit verschiedenen Geschichten an — “Ihre Anfrage wegen X” — obwohl nie eine direkte Anfrage gestellt wurde.

Für Vertriebsteams fühlt sich das an wie Kaltakquise, nur dass man teuer dafür bezahlt hat. Die Leute sind längst genervt, die Erreichbarkeit sinkt, Abschlussquoten im Keller. Aber die Rechnung kommt trotzdem.

4. Versteckte Häkchen & Confirmshaming

Das Häkchen “Ja, ich möchte telefonisch beraten werden und bin mit der Weitergabe an Partner einverstanden” — bereits gesetzt, irgendwo zwischen zwei harmlosen Feldern. Oder Opt-out-Texte wie “Nein, ich verzichte auf exklusive Angebote und bleibe lieber uninformiert”. Klingt das nach einer echten Wahl? Natürlich nicht — das Nein soll abschrecken.

Viele Klicks einfach “Weiter”, weil sie das Häkchen für zwingend notwendig halten. Faktisch eine Einwilligung, die nur durch manipulative Gestaltung zustande kommt.

Als Leadkäufer siehst du “sauberes Opt-in”. Am anderen Ende der Leitung sitzt jemand, der sich wie in einer Falle fühlt. Und reagiert dementsprechend.

5. Roach Motel: Rein leicht, raus unmöglich

Schnell per Formular “Beratung sichern”. Aber wie kommst du wieder raus? Gar nicht so einfach. Keine klare Info zum Widerruf, keine Möglichkeit, sich aus allen Partnerlisten gleichzeitig auszutragen. Einmal “drin” und du wirst monatelang immer wieder angerufen. Selbst wenn eine Firma sauber löscht — die Daten hängen schon in drei anderen Systemen.

Das ist genau der Grund, warum mein Vater irgendwann gar nicht mehr ans Telefon geht. Und damit auch seriösen Anbietern die Tür vor der Nase zuschlägt.

6. Mehrfachverkauf & Preiskampf

Klassische Leadportale monetarisieren jeden Lead so oft wie möglich. Eine Anfrage zum Badumbau oder zur Wärmepumpe wird gleichzeitig an mehrere Handwerksbetriebe verkauft. Alle zahlen, alle rufen dieselbe Person an.

Fünf Anrufe in einer Woche für dieselbe Person — ist das eine gute Erfahrung? Natürlich nicht. Preiskampf, genervte Kunden, verbrannte Regionen. In manchen PLZ-Bereichen sind die Leute Leadportale so leid, dass jede neue Anfrage direkt skeptisch beäugt wird.

Und das Perfide: Das Geschäftsmodell des Portals ist nicht dein Erfolg. Sondern das Lead-Volumen. Je mehr sie verkaufen, desto besser — ob du damit klarkommst, ist zweitrangig.


Was ein Lead eigentlich sein sollte

Wenn man den ganzen Dreck ausblendet, ist “Lead” erst mal ein neutraler Begriff. Datensatz mit Kontaktdaten, der darauf hindeutet, dass sich jemand für ein Angebot interessiert.

Der entscheidende Unterschied: “irgendwie Kontakt” vs. “qualifizierter Lead”.

Jeder Mensch, der irgendwo seine Daten lässt — im Formular, per Anruf, per E-Mail — ist erst mal ein Lead. Aber ein qualifizierter Lead erfüllt Kriterien: echtes Kaufinteresse, passender Bedarf, Budget, Entscheidungsbefugnis, die richtige Region.

Der Typ, der nur mal schauen will? Kein qualifizierter Lead. Die Person, die schreibt “Ich möchte in den nächsten drei Monaten mein Dach neu eindecken lassen, Budgetrahmen liegt bei X bis Y, bitte um Rückruf”? Das ist einer.

Qualifizierte Leads kommen aus Quellen mit echtem Bedarf — Suchanfragen nach konkreten Leistungen, nicht Gewinnspiele. Die Daten sind vollständig, der Zeitpunkt passt, die Person weiß, wer sie kontaktieren wird und warum.

Steckst du als Betrieb genau deine Zeit in solche Leads, gehen Abschlussquoten nach oben und der Frust runter. Investierst du in Schrott, wirst du zur unbezahlten Feuerwehr für die Fehler der Leadindustrie.


Was wir bei Projektkanal anders machen

Ich bin Gründer von Projektkanal.de — ein Leadgenerierungsunternehmen. Und weil ich aus der Branche komme, weiß ich ganz genau, was wir nicht sein wollen: die nächste Stelle, die anonym eingesammelte oder mehrfach verkaufte Datensätze durchreicht.

Was wir tun, ist im Kern simpel — aber radikal anders als der Standard:

Wir bauen auf Nachfrage, nicht auf Fallen. Unser Netzwerk aus spezialisierten, SEO-optimierten Websites erreicht Menschen, die aktiv nach konkreten Dienstleistungen suchen. Kein Gewinnspiel-Klick, sondern “Malerbetrieb Stuttgart” oder “Dachdecker für Sanierung”. Die Anfrage entsteht aus echtem Bedarf, nicht aus Zufall.

Unsere Leads sind exklusiv. Keine Mehrfachvergabe, kein Wettbewerb mit fünf anderen Anrufern. Die Anfrage gehört genau einem Partner. Du führst ein normales Verkaufsgespräch — kein Preisdumping-Battle.

Wir kontrollieren die Qualität. Kaufabsicht? Relevanz? Passt die Region? Unsere Seiten sind so gebaut, dass sie reine Informationsanfragen weitgehend rausfiltern. Keine “Ich schau mal”-Leute, die am Telefon eh nur genervt sind.

Keine Vorkosten. Das ist vielleicht der wichtigste Unterschied. Du zahlst keine Fixkosten, keine Paketgebühren, nichts. Erst wenn ein Lead tatsächlich zu einem Auftrag wird, fällt eine Provision an. Das Risiko liegt bei uns — nicht bei dir. Wenn wir dir Schrott liefern würden, würden wir uns selbst schaden, weil dann keine Aufträge und damit keine Provisionen rauskommen. Es gibt schlicht keinen Anreiz, dir schlechte Leads zu schicken.


Was das für dich heißt

Wenn du Leads einkaufst — oder vorhast es zu tun — dann mach dir klar:

Es kommt nicht auf den Begriff “Lead” an. Sondern auf die Mechanik dahinter.

Mit Projektkanal heißt das konkret: Du bekommst echte Anfragen von Menschen mit Kaufabsicht, keine anonymen Datensätze aus Gewinnspiel-Fallen. Du stehst nicht im Preiskampf mit fünf Wettbewerbern um dieselbe Anfrage. Du zahlst keinen Cent, solange kein Auftrag dabei rumkommt. Und du verschwendest weniger Zeit mit Gesprächen, die ohnehin in nichts münden.

Ich sage nicht “Leads sind scheiße.”

Ich sage: Leads, die aus Dark Patterns, Telefonterror und Weiterverkaufs-Fallen entstehen — die sind scheiße. Für alle Beteiligten.

Wenn du keine Lust mehr hast, den Fallout von Gewinnspielen und Leadportalen am Telefon aufzuräumen, brauchst du einen Kanal, der echte Nachfrage abbildet. Genau das haben wir gebaut.